Ich - Entwicklung: Das Ich und seine Facetten. Grenzen und Möglichkeiten in der Beratung

Sie sind seit vielen Jahren in einer Beratungs-/Supervisionsausbildung, haben bereits mehrere Ausbildungen abgeschlossen oder sind vielleicht erst vor kurzem in Ihre Ausbildung gestartet. Trotz Ihrer kontinuierlichen Aus-. & Fortbildungen sowie der Neugierde für neue Modelle und Theorien, beschleicht Sie manchmal das Gefühl der Unsicherheit, ob Sie in Ihrem Entwicklungsprozess selbst auf der Stelle treten, oder es kommt ein Zweifel in Ihnen auf, ob die genutzten Interventionen tatsächlich eine langfristige Veränderung für den Kunden mit sich bringen. 

Mike Michels sagt hierzu:

"So in etwa ging es mir vor einigen Jahren, als der Zweifel in mir immer lauter wurde und ich den Eindruck hatte, dass meine eigene Entwicklung und die damit verbundeneWirksamkeit meiner Beratung ins Stocken geriet. Suchend, voller Neugierde, sowie durch den Anstoß meiner Kollegin, stieß ich 2016 auf das Modell der Ich-Entwicklung von Jane Loevinger. Damals nur erahnend und heute noch immer zutiefst beindruckt, durfte ich den letzten Jahren erfahren,welche Möglichkeiten die tiefe Auseinandersetzung mit den Facetten des Ichs für meine Beratungsarbeit als Coach/Supervisor/ Berater mit sich brachte. Vor allem aber, wie sich der Umgang mit mir selbst, Anderen, komplexen Anforderungen und Krisen verändertere und somit ein umfassenderer sowie tiefgründiger Blick auf die Welt entstehen konnte." 

 

Was ist Ich-Entwicklung? 

Ich-Entwicklung ist ein individueller Prozess der Persönlichkeitsentwicklung, d. h. wie ein Mensch sich über verschiedene Stufen seines Ichs in Richtung zunehmender Reife entwickelt. Dem Modell liegt ein konstruktivistisches Entwicklungsverständnis zugrunde, das auf dem strukturgenetischen Ansatz des bekannten Entwicklungspsychologen Piaget fußt. Das Modell wurde von Jane Loevinger aus empirischen Daten (Grounded-Theory) entwickelt und über 50 Jahre lang empirisch erforscht. Inzwischen gibt es über 400 empirische Studien weltweilt und in unterschiedlichen Kulturräumen, in denen die zentralen Aspekte des Modells bestätigt wurden. Ein Teil dieser Forschungen untersucht den Zusammenhang zwischen Ich-Entwicklung und Beratung (Therapie, Supervision, Organisationsberatung).  

 

Um letzteres soll es im Schwerpunkt in diesen zwei Tagen gehen, da die eigene Ich-Struktur einen maßgeblichen Einfluss darauf hat, welche Beratungsergebnisse wahrscheinlich sind und welche nicht. 

 

In diesem Workshop erhalten Sie einen Einblick in:

 

- das Stufenmodell der Ich-Entwicklung,

- wie sich das Ich/Selbst im Zuge der (Persönlichkeits-) Entwicklung systematisch umstrukturiert und wie sich die Entwicklungsaspekte qualitativ verändern,

- worin sich der Unterschied zwischen dem Arbeiten am Verhalten einer Person und dem Arbeiten an strukturellen Entwicklungsaspekten zeigt,

- wie Sie zwischen dem Inhalt der Beratung und der Ich-Struktur, die diese Inhalte erzeugt, klar unterscheiden können und Sie somit zu mehr Wirksamkeit in der Beratung/Supervision gelangen,

- dies für die Arbeit mit Kunden und die eigene Entwicklung mit sich bringt (In-Formation vs. Transformation),

- in den Unterschied zwischen verhaltensbezogenem Feedback und entwicklungsorientiertem Feedback und

- welche Chancen und Auswirkungen sich aus dem Verhältnis zwischen dem Ich-Entwicklungsniveau des Beraters und dem Ich-Entwicklungsniveau des Kunden ergeben.

 

Welcher Nutzen ergibt sich aus der Ich-Entwicklung für Ihre Beratungsarbeit? 

Sich mit den eigenen Facetten des Ichs auseinanderzusetzen hat einen nicht unerheblichen Einfluss auf Ihre Beratung, da Sie mit zunehmender Reife gesetzte Themen offener hinterfragen, unterschiedliche Themenaspekte besser vernetzen können sowie die Fähigkeit entwickeln, eigeneWirklichkeitskonstrukte bewusster wahrzunehmen bzw. diese zu hinterfragen.

Arbeitszeiten: Start Tag I um 13.00 Uhr und Ende Tag zwei um 17:00 Uhr

Kosten: 190,00 Euro  

Anmeldung: Bitte melden Sie sich online an. Der Eingang der Anmeldung wird Ihnen schriftlich bestätigt. Die Plätze werden in der Reihenfolge des Eingangs der Anmeldungen bis maximal 15 Plätze vergeben. Änderungen wegen Krankheit der Referent*innen oder mangelnder Teilnehmer*innenzahl sind manchmal unvermeidlich. Bei zu geringer Teilnehmer*innenzahl behalten wir uns vor, das Seminar drei Wochen vor Beginn abzusagen.

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